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Von Naturstein Flecken entfernen » So geht's

Die nachstehend aufgeführten Verschmutzungen können mit den empfohlenen Spezialprodukten entfernt werden. Manche Flecken verschwinden bei einmaliger Behandlung völlig, bei anderen wird auch bei mehrfacher Anwendung noch ein Rest bleiben. Beachten Sie die Gebrauchsanweisung (Etikett lesen) und prüfen Sie, ob das erwähnte Produkt für den Untergrund geeignet ist.

Im Zweifelsfall immer an unauffälliger Stelle ein Muster anlegen/probieren!

Flecken-ABC

Schnell-Diagnose nach Aussehen

Klicken Sie auf ein Symbol, um direkt zur passenden Kategorie im Katalog zu springen.

Hilfe nach Gesteinsart

Die Wahl des richtigen Reinigers hängt entscheidend von der Säureempfindlichkeit Ihres Steins ab. Wählen Sie Ihre Kategorie:

🧱 Empfindlicher Naturstein (Weichgestein)

Typische Vertreter: Marmor, Kalkstein, Travertin, Onyx, Schiefer, Betonwerkstein

🧪 Säureempfindlich: Weichgesteine enthalten Kalziumcarbonat (z. B. Marmor, Kalkstein, Travertin, Onyx). Dieses reagiert empfindlich auf säurehaltige Reiniger wie Essig, Zitrone oder WC-Reiniger – es entstehen matte, raue oder stumpfe Stellen.

🔧 Reinigungsregeln im Überblick

  • 🔩 Rostflecken: Nur säurefreie Reiniger wie HMK R179 verwenden.
  • 🟤 Kalkränder: Keine Säure einsetzen! Stattdessen HMK R155 mit Bürste verwenden.
  • 🌫️ Matte Stellen durch Säure: Mit HMK M529 Polierset aufarbeiten.
  • 🧼 Weitere Flecken: Nutzen Sie unseren kompletten Fleckenkatalog.
🧭 Stein nicht erkannt?
Wenn Sie sich unsicher sind, welchen Stein Sie vor sich haben, hilft Ihnen unser Naturstein-Archiv mit typischen Beispielen, Bildern und Materialeigenschaften weiter:

🪨 Robuster Naturstein (Hartgestein)

Typische Vertreter: Granit, Gneis, Basalt, Gabbro, Anorthosit, Diorit u.a.

🧱 Säurebeständig – mit Einschränkungen: Hartgesteine sind meist unempfindlich gegenüber Haushalts­säuren – ideal für stark genutzte Flächen wie Küchen, Bäder oder Böden. Doch Vorsicht bei dunklen Steinen wie Basalt, Gabbro oder anthrazitfarbenem Gestein: Starke Säuren oder Basen können zu irreversibler Vergrauung führen – besonders bei polierten Oberflächen.

🔧 Reinigungsregeln im Überblick

  • 🛠️ Rostflecken: Starke Umwandler wie HMK R777 sind unbedenklichich für säurebeständige Hartgesteine!.
  • 🧴 Kalkablagerungen: Säurehaltige Reiniger wie HMK R189 sind erlaubt – auf Verträglichkeit prüfen.
  • 🌫️ Helle Flecken durch Säure: Können bei dunklen Steinen wie Basalt auftreten – nicht entfernbar, lassen sich aber mit HMK S242 kaschieren. (Nasseffekt)
  • 🧼 Weitere Flecken: Nutzen Sie den kompletten Fleckenkatalog.
🧭 Ihr Stein gehört zur Gruppe der Hartgesteine?
Diese Gesteine sind silikatisch, hart und sehr widerstandsfähig. Sie entstehen tief im Erdinneren aus erstarrter Magma (z. B. Granit, Diorit, Gabbro) oder durch Metamorphose (z. B. Gneis) und zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit aus.

Unsicher bei der Einordnung? Unser Naturstein-Archiv zeigt typische Hartgesteine mit Bildern und Materialdaten:

🧼 Keramik & Feinsteinzeug

Typische Materialien: Feinsteinzeug, Cotto, glasierte Fliesen, Terrakotta

💡 Besonderheit: Die meisten keramischen Oberflächen – wie glasiertes Steinzeug oder hochverdichtetes Feinsteinzeug – sind industriell gefertigt, extrem hart und nahezu porenfrei. Sie gelten als sehr pflegeleicht und sind beständig gegenüber den meisten Reinigungsmitteln, auch bei chemisch intensiven Formulierungen.

🔸 Cotto und Terrakotta bestehen hingegen aus gebranntem Ton, sind meist unglasiert und offenporig. Trotz ihrer rustikalen Optik und oft handwerklichen Herstellung sind sie robust – benötigen aber spezielle Pflege, insbesondere beim Schutz vor Wasser, Fett und Verfärbungen.

🔧 Reinigungsregeln im Überblick

  • 💪 Alle Fleckenarten: Hier dürfen auch kräftige Spezialreiniger (z. B. säurehaltig oder lösemittelbasiert) eingesetzt werden – ohne Risiko für die Oberfläche.
  • 🔎 Aber beachten: Fugen, Silikonränder oder Naturstein-Einsätze in Flächen sind oft empfindlicher – bitte mitbedenken!
  • 📘 Flecken finden: Nutzen Sie den kompletten Fleckenkatalog, um gezielt nach Ursache und Reinigungsprodukt zu suchen.

Fleckentypen richtig bestimmen – anhand von Farbe und Aussehen

1. Fettige oder ölige Flecken (dunkel, schmierig, glänzend)

Diagnose: Fett-, Ö‍l- oder Wachsflecken

Typische Flecken: Speiseö‍l, Grillfett, Maschinenö‍l, Butterflecken, Wachs.

Sofort-Test: Ein Wassertropfen auf den Fleck geben. Perlt er ab, ist ein Fe‍tt- oder Wachsfilm vorhanden.

Professionelle Reini‍gung:

  • Ziel: Ö‍l, Fett oder Wachs aus den Poren ziehen.
  • Empfohlene Produkte: HMK R152 (Ö‍l- und Wachs-Entferner) - Tiefenreiniger bis 2 cm , HMK R799 Speziallöser - für oberflächlich auflagernde filmige Verschmutzungen
  • Spezialfall oxidiertes Öl: Bereits ausgehärtetes Ö‍l (z.B. altes Leinö‍l) kann oft nicht mehr mit einem Standard-Ö‍lentferner gelöst werden. Hier kann versucht werden, den Fleck mit einem starken Löser wie HMK R171 zu behandeln.
Ergänzung zu HMK R799: Der hochaktive Spezialreiniger HMK R799 entfernt auch Reste von alten Imprägnierungen, Versiegelungen, Ölen und Fetten. Ideal zur punktuellen Nachreinigung nach Schutzbehandlungen. Greift Naturpolituren nicht an.
2. Farbflecken: Ka‍ffee, Rotwein, Tee, Laub etc.

Diagnose: Organische & farbige Verfä‍rbungen

Typische Flecken: Kaffee, Tee, Rotwein, Blütenflecken, Gerbsäure aus Laub und Holz, Obst, Blut, Eiweißflecken.

Typisches Aussehen: Gelbliche bis rötlich-braune, oft unregelmäßige Flecken, die tief in den Stein eingezogen sind – z. B. durch eingetrocknete Säfte, Laubrückstände oder Blüten.

Professionelle Reini‍gung:

  • Strategie:
    • Bei farbigen Verfärbungen (z. B. durch Wein, Laub, Kaffee, Tee) einen sauerstoffaktiven Fleckentferner verwenden: HMK R160.
    • Bei eiweißhaltigen Flecken (z. B. Blut, Ei) einen säurefreien Grundreiniger einsetzen: HMK R155.
  • Funktionsweise: HMK R160 oxidiert organische Farbstoffe auf Sauerstoffbasis, während HMK R155 fett- und eiweißhaltige Rückstände löst – besonders schonend für empfindliche Natursteine.
Wichtig: Bei Blut und Ei immer nur kaltes Wasser verwenden! Hitze führt zur Gerinnung von Eiweiß – dadurch wird der Fleck dauerhaft im Stein fixiert.
Spezialfall Vogelkot: Vogelkot enthält Säure (Harnstoffverbindungen) und kann empfindliche Steinoberflächen dauerhaft angreifen.
Zuerst trocken entfernen, dann die organischen Rückstände mit HMK R160 behandeln.
Hinweis: Entstandene matte Stellen gelten als Säureschäden und müssen wie in Kategorie 9 behandelt werden.
3. Rostflecken (orange, braun, aus Metall)

Diagnose: Ro‍stflecken (Oxidation)

Ursache: Ro‍st von Eisenmöbeln, eisenhaltigem Dünger, Metallbeschlägen oder ro‍stigem Wasser. Auch eisenhaltige Reinigungsmittel oder Feinstaub (z. B. bei Bahnlinien) können Flecken verursachen.

Typisches Aussehen: Orange- bis dunkelbraune, oft punktuelle oder verlaufende Flecken, häufig in der Nähe von Metallteilen oder Wasserabfluss.

Professionelle Reini‍gung:

  • Ziel: Rost chemisch umwandeln, ohne den Stein anzugreifen oder zu verändern.
  • Funktionsweise: Die Produkte wirken durch Reduktion bzw. Komplexierung der Eisenoxide und sind speziell auf Naturstein abgestimmt.

Empfohlene Produkte:

  • Für sä‍ureempfindliche Steine (Marmor, Kalkstein, Betonwerkstein): HMK R179 – säurefrei, schonend, ideal für empfindliche Steinarten.
  • Nur für sä‍urefeste Steine! (Granit, Gneis u. a.): HMK R777 – stärker wirksam, aber nicht für Kalkhaltiges geeignet!
Wichtig: HMK R777 darf keinesfalls auf polierten Marmor, Kalkstein, Travertin oder anderen kalkhaltigen Steinen angewendet werden – es können Schäden entstehen!
4. Ka‍lk & A‍usblühungen (weiß, krustig, hart)

Diagnose: Salzausblühungen & Ka‍lkablagerungen

Typische Flecken: Weiße, kristalline Krusten (Salz-Ausblühungen), matte bis harte Beläge (Kalk), Urinstein.

Salzausblühungen

Sofort-Test: Lässt sich die weiße Schicht trocken kreidig abkratzen? Dann handelt es sich um eine Salzausblühung.
  • Auf säurefestem Stein: Entfernen mit HMK R165.
  • Auf säureempfindlichem Stein: Mechanisch abtragen (z. B. mit Holzspachtel), danach mit HMK R155 nachreinigen.

Kalkablagerungen

Sofort-Test: Fühlt sich die weiße Ablagerung hart, glasig oder rau an und ist mit dem Fingernagel nicht entfernbar? Dann handelt es sich um Kalk.

Hinweis: Kalkhaltige Ablagerungen entstehen früher oder später auf allen Flächen, die mit Leitungswasser in Berührung kommen – insbesondere bei hoher Wasserhärte. Es bilden sich Wasserflecken, Schl‍eier oder Krusten, die sich mit der normalen Reinigung nicht mehr entfernen lassen.

  • Auf säurefestem Stein (z. B. Granit): Entfernen mit HMK R189 Kalk-Ex oder HMK R183 Zementschleier-Ex.
  • Auf säureempfindlichem Stein (z. B. Marmor, Solnhofener, Travertin): Keine Säure verwenden! Stattdessen mit HMK R155 und harter Bürste reinigen.
  • Auf Schiefer oder dunklen Hartgesteinen: Ein saurer Reiniger ist nicht empfehlenswert, da diese Steine durch Säureeinwirkung sichtbar vergrauen können. Lässt sich der Kalk dennoch nicht anders entfernen, bleibt im Ausnahmefall nur eine vorsichtige saure Reinigung.
Wichtig: Dunkle und schwarze Gesteine wie Schiefer reagieren empfindlich auf Säure – es kann zu Vergrauungen oder Aufhellungen kommen. Auf anderen polierten und kalkhaltigen Steinen wie Marmor, Solnhofner oder Travertin verursacht säurehaltige Reinigung zwar keine Vergrauung, kann aber matte Stellen hinterlassen.
💡 Optische Kaschierung: Falls sich nach der Reinigung auf Schiefer oder dunklen Natursteinen helle Stellen zeigen, kann HMK S242 den Originalfarbton optisch wieder angleichen. Der Nasseffekt entspricht in etwa der Farbvertiefung durch Wasser.
5. G‍rünbelag, F‍lechten, S‍chimmel, S‍tockflecken & M‍oos (außen)

Diagnose: G‍rünbelag & anderer biologischer Aufwuchs

Ursachen: Feuchtigkeit, schattige Lagen, Begrünung und raue Gesteinsoberflächen begünstigen die Bildung von Algen, Flechten, Pilzen und Moos. Diese Beläge sind nicht nur optisch störend, sondern können auch zur Oberflächenzersetzung führen und Rutschgefahr darstellen.

Geeignete Produkte je nach Befall:

  • Grünbeläge, Algen, Moose: HMK R162 (mit Depotwirkung) oder HMK R170
  • Flechten, Pilze, Schimmel, Stockflecken: HMK R160
  • Leichter Befall / Vorbeugung: HMK R155 – pur oder v‍erdünnt (1:3–1:10) mit Bürste reinigen

Allgemeine Anwendung:

  • Reiniger (pur oder v‍erdünnt) gleichmäßig auf die trockene Fläche auftragen – z. B. mit Gießkanne oder Sprüher.
  • HMK R160: 30–60 Min. einwirken lassen – nicht antrocknen lassen! Bei Bedarf feucht halten und nacharbeiten.
  • HMK R162 / R170: Depotwirkung – nach Anwendung mind. 2–3 Tage kein Regen.
  • Anschließend mit Bürste oder Schrubber nacharbeiten und gründlich mit Wasser abspülen.
  • Bei Bedarf Reinigungsvorgang wiederholen.
  • Optimale Verarbeitung: +12 °C bis +25 °C, nicht bei direkter Sonne, Frost oder starkem Wind.
💡 Tipp: HMK R170 ist besonders wirksam bei dunklen Ablagerungen und eignet sich bei starker Verschmutzung auch zur puren Anwendung mit hoher Flächenleistung.

Hydrophobierende Imprägnierungen wie HMK S731 reduzieren die W‍asseraufnahme, erschweren mikrobiellen Bewuchs und senken den Reinigungsaufwand dauerhaft.

6. Bau- & Renovierungsrückstände (Farbe, K‍leber, Filme, Zement) – Technische Flecken

Diagnose: Bauchemische & Technische Rückstände

Typische Flecken: Zementschleier, Mörtel, Gips, Silikon, Dispersionsfarbe, Kleber, Teppichkleber, Selbstglanzdispersion, Lack, Asphalt, Bitumen, Gummiabrieb.

  • Baufeinreinigung nach Verlegung:
    • Staub, Mörtelreste und Bauschmutz mit HMK R155 entfernen – unverdünnt oder 1:2 bis 1:10 mit Wasser auftragen, nicht antrocknen lassen, mit Bürste oder Nylonpad durcharbeiten und mit Wasser gründlich nachspülen.
    • Feste Rückstände (z. B. Gips oder Mörtelanhaftungen) ggf. mechanisch mit Steinhobel oder Kunststoffspachtel lösen.
  • Dispersionsfarbe:
    • Mit HMK R155 anweichen – bei Bedarf mechanisch mit Bürste oder Schaber nachhelfen.
    • Auf rauen Flächen zusätzlich HMK R171 als haftender Gelreiniger verwenden.
    • Hinweis: Bei älteren Farbschichten oder mehrfach überstrichenen Flächen ist u. U. R154 erforderlich (immer Nachreinigung mit R155 einplanen).
  • Zementschleier & kalkhaltige Rückstände:
  • Lacke, Harze, Polymerfilme, Selbstglanzdispersion:
    • Mit HMK R154 anlösen, mit lösemittelfestem Tuch und Bürste oder Pad bearbeiten. Immer mit HMK R155 nachreinigen.
  • Teppichkleber (weich oder hart):
    • Reste mechanisch mit Spachtel, Steinhobel oder Schleifhilfe entfernen – anschließend mit R154 oder R171 nacharbeiten. Bei porösem Stein kann eine tiefere Reinigung erforderlich sein.
  • Klebeband- & Etikettenreste (Acrylat / Kautschuk):
    • HMK R799 Speziallöser auftragen, Kleber anlösen und mit lösemittelfestem Tuch mehrfach abnehmen – nicht mechanisch bürsten.
    • Tipp: Vorgang mehrfach wiederholen – je nach Eindringtiefe des Klebers in den Porenraum.
💡 Hinweis: Bei allen lösemittelhaltigen Reinigern (R154, R799) Umgebung gut belüften, keine offenen Flammen, geeignete Handschuhe verwenden.
7. D‍unkle Ränder und Verfärbungen im Fugenbereich und auf der Oberfläche

Diagnose: Dunkle, feuchte oder schmutzige Ränder

Entlang von Fugen oder Kanten entstehen dunkle Verfärbungen. Das Erscheinungsbild kann fettig, feucht, schmutzig oder verfärbt wirken – je nach Ursache.

💡 Experten-Kommentar: Dieses Phänomen entsteht durch die natürliche Porosität des Steins. Wie bei einem Schwamm werden Flüssigkeiten durch die Kapillarwirkung tief ins Gestein gezogen. Wenn die Flüssigkeit (meist Wasser) an der Oberfläche verdunstet, bleiben die darin gelösten Substanzen (Öle, Schmutz, Mineralien etc.) zurück und konzentrieren sich an den Rändern des Flecks. Das erzeugt die charakteristische dunkle Randbildung.

Ursachen & passende Lösungen:

  • Flüssige Fleckbildner (Haushaltschemie, Getränke, Säfte, Cola etc.)
    Flüssigkeiten wie Cola, Saft, Reiniger oder Haushaltsmittel können tief eindringen und unterschiedliche Effekte verursachen – von klebrigen Rändern über matte Stellen bis zu bräunlichen oder hellen Verfärbungen.
    Vertiefung: Zu den häufigsten Verursachern dunkler Flecken gehören hier Öle, Fette, Kaffee, Rotwein und Kosmetika. Sie hinterlassen typische, tiefsitzende dunkle Schattierungen oder bräunliche Flecken.

  • Lösungsansätze:
    • Frische Flecken: Flüssigkeit sofort mit einem saugfähigen Tuch auftupfen. Anschließend mit klarem Wasser nachreinigen und trocknen.
    • Eingetrocknete & klebrige Flecken: HMK R155 Grundreiniger pur aufsprühen und mit einer Bürste bearbeiten. Mit klarem Wasser nachspülen.
    • Öl, Fett & Kosmetika: HMK R152 verwenden -siehe Kategorie 1
    • Kaffee & Rotwein: siehe Kategorie 2
             
  • Feuchtigkeit aus dem Untergrund
    Dauerhaft feucht oder dunkel erscheinende Ränder deuten auf rückwärtige Durchfeuchtung hin – etwa durch nasse Estriche, nicht getrennte Entkopplungen oder offene Drainageebenen.
    Praxis-Beispiele:
    • Im Neubau: Häufigste Ursache ist die Restfeuchte aus einem Estrich, der noch nicht vollständig ausgetrocknet ist.
    • Im Badezimmer: Oft sind es undichte Silikonfugen oder mangelhaft abgedichtete Anschlüsse von Armaturen und Bodenabläufen, durch die Wasser hinter den Stein gelangt.
    • Auf der Terrasse: Oft verursacht durch eine mangelhafte Drainage oder ein ungenügendes Gefälle im Unterbau, was zu stehender Nässe unter den Platten führt.
    Lösung: Ursachen beseitigen! Der Stein muss vollständig austrocknen.
  • Tensid-Rückstände aus Haushaltsreinigern
    Allzweckreiniger, Spülmittel, Glasreiniger und ähnliche Produkte enthalten Tenside, die sich in den Poren von Naturstein ablagern und dort Schmutz anziehen. Dies führt zu grauen bis schwarzen Rändern, insbesondere entlang der Fugen.
    Besonders relevant im Bad: Nicht nur Haushaltsreiniger, sondern vor allem auch Shampoos, Duschgele und Seifen sind hochkonzentrierte Tensidträger, die sich im Stein festsetzen.
    Lösung: Grundreinigung mit HMK R155 und kräftigem Bürsten oder Nylonpad. ggf. Wiederholte Anwendung notwendig.
  • Schmutzränder und Ablagerungen
    Ränder entstehen auch durch Verschmutzungen, die sich durch Verdunstung entlang der Fuge absetzen. Diese beinhalten Putzreste, Waschmittel, Straßenstaub oder organisches Material.
    Ergänzung: Oft ist dies ein Sekundäreffekt. Bestehende klebrige Rückstände (z.B. von Tensiden) wirken als "Schmutzfänger" und binden Staub und organische Partikel. Im Außen- oder Nassbereich können sich auch Kalkablagerungen bilden, die mit der Zeit durch Seifenreste und Schmutz ebenfalls dunkel und unansehnlich werden.
    Lösung: Intensive Reinigung mit dem Grundreiniger HMK R155 – pur oder 1:3 – mit Bürste oder Nylonpad mechanisch bearbeiten.
    🔸 Speziell bei Cotto: D‍unkle Ränder und Schmutze lassen sich ggf. noch mit HMK R155 und Bürste entfernen. Bei hartnäckigen Rückständen ggf. HMK R157 oder HMK R161 einsetzen.
    🔸 Bei alten Wachsschichten oder Pflegemittelrückständen empfiehlt sich die Kombination aus HMK R154 Wachsentferner und anschließend HMK R155 zur Tiefenreinigung.
  • Silikonrückstände / Weichmacherwanderung
    Falsche oder alte Silikone können sogenannte Weichmacherwanderung verursachen: Die Ränder wirken fettig, klebrig oder optisch deutlich dunkler. Besonders bei porösem Gestein zieht der Weichmacher in das Gestein ein.
    Hintergrund: Ungeeignete Sanitärsilikone geben ölige Weichmacher oder auch Essigsäure ab, die in die Poren des Steins migrieren und eine dauerhafte, dunkle und fettige Verfärbung verursachen, die durch normales Putzen nicht entfernt werden kann.
    Lösung: Entfernen Sie die alte Fuge. Tragen Sie die Öl-Entferner-Paste HMK R152 rund um die Fuge auf. Mit Alufolie abdecken und 24–48 Stunden einwirken lassen. Wiederholen bei Bedarf. Danach unbedingt zertifiziertes Natursteinsilikon verwenden.
💡 Experten-Tipp: Tenside sind doppelt problematisch. Sie sind selbst in vielen „natürlichen“ Reinigern (z.B. auf Zitronenbasis) enthalten, die für Naturstein ungeeignet sind, und können zudem eine bestehende Schutzimprägnierung mit der Zeit chemisch aufbrechen. Das macht den Stein wieder anfällig für neue Flecken.

Vorbeugung ist der beste Schutz!

  • Imprägnierung: Der wichtigste Schutz. Eine hochwertige Imprägnierung macht den Stein wasser- und ölabweisend und sollte je nach Beanspruchung regelmäßig erneuert werden.
  • Pflege im Bad: Duschwände und Böden nach jeder Nutzung mit einem Abzieher oder Tuch trocknen. Das verhindert Kalk- und Seifenablagerungen von vornherein.
  • Richtige Unterhaltsreinigung: Ausschließlich pH-neutrale und für Naturstein geeignete Reiniger ohne Tenside verwenden.
8. U‍rinflecken (gelblich, mit Geruch)

Diagnose: Ur‍inflecken

Problem: Urin verursacht ein 3-in-1-Problem: Verfärbung, Geruch und Sä‍ureschaden.

Sonderfall Tierischer Ur‍in: Ist oft konzentrierter und aggressiver.

Professionelle Reini‍gung (mehrstufiger Prozess):

  1. Verfärbung behandeln mit HMK R160.
  2. Geruch entfernen mit einer HMK R155 Kompresse.
  3. Oberflächenschaden (Ätzung) bewerten (siehe Kategorie 9).
9. Matte Stellen, Ätzungen & G‍lanzverlust und helle Flecken

Diagnose: Sä‍ureschäden, Ätzungen, Brandflecken & Kratzer

Wichtig: Dies sind physische Beschädigungen. Kein Reiniger kann diese Probleme lösen!

  • Matte Stellen / Glanzverlust durch Sä‍ure:

    Entstehen durch Säure (Zitrone, Essig, etc.) auf polierten Ka‍lksteinen und Marmor. Stumpfe Flecken, fühlt sich rau an.

  • Helle Flecken auf gewachsten Böden:

    Entstehen durch ungeeignete Reiniger, die die Wachsschicht angreifen.

    • Lösung: Der Boden muss mit HMK R154 und HMK R155 entwachst und neu eingepflegt bzw. gewachst werden.

Achtung bei schwarzen Hartgesteinen: Schwarze magmatische Gesteine wie z. B. Nero Assoluto sind empfindlich gegenüber Säuren (auch wenn sie imprägniert sind). Der Kontakt mit sauren Reinigungsmitteln, Fruchtsäften, Wein, Essig, Zitronensäure oder kohlensäurehaltigem Wasser kann zu irreversiblen Aufhellungen und Vergrauungen führen.

Das gleiche gilt für stark alkalische Mittel wie Backofenreiniger, aggressive Laugen oder seifenhaltige Lösungen. Durch die dunkle Farbe sind die Verätzungen besonders auffällig und optisch störend.

Produktempfehlung: FC242 Black Stone Care & Refresh zur optischen Auffrischung und Pflege betroffener Flächen.

Lesetipp: Schwarze magmatische Gesteine – Besonderheiten & Pflege

10. Wichtige letzte Schritte: Nachsorge & Schutz

Nachbereitung einer erfolgreichen Fleckentfernung

  • Gründlich Nachspülen: Nach jeder chemischen Behandlung die Oberfläche mit HMK R155 (leicht verdünnt) und klarem Wasser neutralisieren.
  • Schutz erneuern (Imprägnierung): Um den Stein langfristig zu schützen, ist eine Imprägnierung unerlässlich.
    • Unsichtbarer Schutz: z.B. HMK S234.
    • Farbtonvertiefender Schutz: z.B. HMK S242.
Algen & Grünbelag
Algen
Asphalt
Asphalt
Ausbluehungen
Ausblühungen
Bitumen
Bitumen
Bleistift
Bleistift
blueten
Blütenflecken
blut
Blut
bohnerwachs
Bohnerwachs
butter
Butter
bluetenfleck
Braune Flecken
cola
Cola
cotto-schmutzfilm
Cotto Wachsbeize
creme
Creme Flecken
dispersionsfarbe
Dispersionsfarbe
dunkle_raender
Dunkle Ränder
eisenduenger_1
Dünger auf Terrassen
eiweiss
Eiweiß
essigfleck
Essig & Glanzverlust
Öl- und Fettflecken
Fettflecken
Filzstift
Filzstift
flechten
Flechten - Lichen
firnis
Firnis
fruchtsaeure
Fruchtsäure auf Marmor
gerbsaeure
Gerbsäure
grasfleck
Grasflecken
gruenbelag
Grünbelag
gruenspan
Grünspan
gummispuren
Gummiabrieb
harz
Harz
heidelbeere
Heidelbeeren
holzschutzlasur
Holzschutzlasur
humus
Humus
kaffeefleck
Kaffee
kalkige-ablagerung
Kalk
karbolineum
Karbolineum
kleber
Klebstoff & Klebeband
kunstharzlack
Kunstharzlack
laubflecken
Laubflecken
metallabrieb
Metallstriche & Abrieb
matte-stelle-marmor
Matte Stellen in Marmor
Moose
Moos
moertelreste
Mörtelreste
nagellack
Nagellack
Nikotinfleck
Nikotin
Obst
Obstflecken
oelfleck_
Ölige & fettige Flecken
rost-sanitaer
Rost im Sanitärbereich
rost_
Rost entfernen
rotwein fleck
Rotwein
russ
Ruß
sauereschaden
Säure auf Naturstein
Schimmel
Schimmel
Glanzpflegemittel
Selbstglanzpflegemittel
weichmacherauswanderung
Silikonfuge
Speichel
Speichel
steinsiegel
Steinsiegel
stockflecken_
Stockflecken
teer
Teer
teppichkleber
Teppichkleber
tinte
Tinte
urin
Urin
rost-im-wc
Urinstein
vogelkot
Vogelkot
wachsschichtqROzO1HACgrt0
Wachsfilm
wachsflecken
Wachsflecken
wasserflecken
Wasserflecken
weinflecken
Wein & Sekt Flecken
zementschleier
Zementschleier